VHP
   
VERBAND
HomeHafnerPlattenlegerKontaktSitemapSuchedrucken

Geschichtlicher Hintergrund

Von damals bis heute

Zur Gründung des Schweizerischen Hafnermeisterverbandes ( SHV ), so der frühere Name, fanden sich im Jahre 1889 die Hafnermeister und die Kachelfabrikanten zusammen. Damals musste man sich mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten auseinandersetzen: Die deutsche Konkurrenz, Lohnprobleme und Streiks waren die Hauptgründe für einen Zusammenschluss. Divergierende Verbands- und Geschäftspolitiken und Unvereinbarkeit der Meinungen und Strategien führten dazu, dass im Jahr 1915 die Abtrennung der Fabrikanten - sie gründeten den Verband Schweizerischer Kachelofenfabrikanten ( VSKF ) - als logische Folge hingenommen werden musste.

 

In der Zwischenzeit organisierte sich das Handwerk, und nach und nach wurden die verschiedenen regionalen Sektionen ins Leben gerufen, die heute auf zwölf angewachsen sind und - ausgenommen ist der Kanton Tessin - in dieser Form mithelfen, der schweizerischen Verschiedenartigkeit gebührend Rechnung zu tragen. Die Zahl aller Mitglieder beläuft sich auf ca. 500.

 

Viele Faktoren trugen zu dieser Entwicklung bei, die jeweils im Zeitpunkt ihrer Aktualität hohe Wellen warf und den Verantwortlichen Sorge bereitete. Im Rückblick sind zwei einschneidende Tatsachen hervorzuheben.

 

Am 3. August 1919 erfolgte einerseits im Zunfthaus "Zur Schmiden" in Zürich die Gründung der Handelsgenossenschaft des SHV. Dabei handelt es sich um eine Selbsthilfeorganisation. Die Handelsgenossenschaft hat zum Zweck, durch Zusammenfassung der Kaufkraft und andere Maßnahmen, die Leistungsfähigkeit und die wirtschaftliche Sicherheit der Mitglieder zu heben. Die Bedeutung dieser Genossenschaft (Verrechnungsstelle) ist sicher durch den Jahresumsatz 1988 von  65,3 Mio. Franken und einem Anteilscheinkapital von rund 2,7 Mio. Franken genügend dokumentiert.

 

An der Delegiertenversammlung 1970 in Appenzell wurden die Verbandsstatuten revidiert und damit die rechtliche Grundlage geschaffen, dass künftig auch reine Plattenlegergeschäfte in den SHV aufgenommen werden konnten, was zur Folge hatte, dass der Verbandsname auf "Verband Schweizerischer Hafner- und Plattengeschäfte"  (VHP) abgeändert worden ist.

 

Aus der Geschichte sind folgende Ereignisse erwähnenswert:

 

Der SHV beschloss 1917 die Einführung des Fachblattes als obligatorisches Verbandsorgan, das heute in einer Gesamtauflage von 1300 Exemplaren unter dem Namen "HP", steht für Hafner und Plattenleger , wohl in moderner Gestaltung, aber unverändert engagiert, die Abonnenten mit 8 Ausgaben im Jahr über das Geschehen im Verband und in den Sektionen und über Neuerungen in Technik, Reglementen und Vorschriften informiert.

 

Der fachlichen Betreuung wird größte Wichtigkeit beigemessen, und mit ganz bescheidenen Unterbrüchen wurde immer eine fachtechnische Beratungsstelle unterhalten.

 

Mit diesem Zweig ist aber ganz automatisch das große Gebiet der Aus- und Weiterbildung verbunden, das im Verbandsgeschehen einen der zentralsten Punkte darstellt. Die ganze Entwicklung der Berufsausbildung erstreckt sich über Jahrzehnte und geht Hand in Hand mit den gesetzlich gegebenen Vorschriften, bei deren Gestaltung der Verband involviert ist, und wuchs aus bescheidenen Anfängen eines einheitlichen Prüfungsregulativs für die Lehrabschlussprüfungen, das für die ganze Schweiz Anwendung fand, und den bloß während der Wintermonate durchgeführten Lehrlingskursen über die Schweizerische Hafnerfachschule hin zur interkantonalen Fachschule, die 1967 auf der Froburg bei Olten Einzug halten konnte. Heute absolvieren dort rund 180 Hafner- und Hafner-Plattenlegerlehrlinge in Blockkursen - sie reisen pro Lehrjahr neun- bis zehnmal an - den Fachunterricht und die Einführungskurse und erhalten in der Gewerblich-industriellen Berufsschule Olten den allgemeinbildenden Unterricht vermittelt.


 

 

created by Snowflake